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Beardie-Wissen auf den
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mit Wissen,
Liebe und Verständnis souverän meistern |
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Interessengemeinschaft COMING HOME zum
Erhalt des echten Bearded Collies
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Junge Hunde sind
mental noch nicht fertig. Ob sie sich eher
zurückhalten oder eher vorwärtsstürmen, das ist zwar erblich angelegt, doch in der
Pubertät kann man ein wenig an den Stellschrauben drehen: Draufgänger
bremsen, Sensibelchen mehr Selbstbewusstsein verschaffen. Es kommt darauf
an, welche Erfahrungen die Hunde jetzt machen, bei Beardies etwa
ab dem 5. oder 6. Lebensmonat. Manchmal geht die
„Flegelzeit“ im 2. Lebensjahr erst so richtig los. Sie verläuft in Schüben und mit Stimmungsschwankungen: Mal ist der Hund
fast so normal wie früher, mal wirkt er wie ausgewechselt. Bei einigen Hunden
merkt man fast gar nichts, andere machen gewaltig Stress. Die „Frechdachs-Zeit“ kann eine sehr schöne Zeit sein,
wenn man all die Einfälle des Hundes mit Humor zu nehmen weiß. Die Hunde-Pubertät
kann aber auch eine heftige Erfahrung sein, vor allem für Hunde-Anfänger, die ihre
Vierbeiner noch nicht richtig „lesen“ können und die situationsbezogen
gewisse Tricks noch nicht kennen. Viele Hunde werden
im 2. Lebensjahr weggegeben, weil ihre
Zweibeiner überfordert sind und schier verzweifeln. Das ist sehr
schade, denn: Die schwierige Zeit geht vorbei, mit Verständnis und Konsequenz. Wurde sie gut
überstanden, hieß es in Zuschriften an uns einige Male: „Wie konnte ich
nur jemals daran denken, den besten Hund der Welt wegzugeben!“ Es lohnt sich, alles für den – trotz allem – geliebten Schatz zu tun. Nach einigen
Monaten ist der Spuk plötzlich vorbei. Von einem Tag auf
den anderen macht es dann „klick“ im Hirn, und der Hund ist plötzlich
erwachsen. Auf einmal kann
und weiß er wieder alles, was ihm einmal beigebracht wurde. Beardies gelten
als Spätentwickler. Manche
brauchen das gesamte 2. und 3. Lebensjahr. Bis etwa zum 4.
Geburtstag kann es weitere Phasen geben, in denen der Beardie seine Grenzen
austestet. Erst dann ist er
mental erwachsen. halbstark – es geht um den
Ball Die Rutenstellung zeigt: Der
junge Beardie wirkt unsicher. Dominanz hat nichts mit der
Körpergröße zu tun.
In der Pubertät ist das Hundegehirn eine
Baustelle, alles wird neu „verdrahtet“. Auch bei den Hormonen tut sich allerhand: Die Geschlechtshormone müssen erst mal ins Gleichgewicht kommen. All das ist Stress für den jungen Hund, und damit kommen auch noch
die Stresshormone ins Spiel. Was vertraut war, wird plötzlich in Frage gestellt. Anweisungen
werden manchmal unwillig oder gar nicht befolgt. Aus einem lieben Vorzeigehund kann auf einmal ein Raufer werden. Das ist bei Hunden nicht anders als bei aufmüpfigen Teenagern, die
nicht wissen, wohin mit ihrer Kraft.
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Äußerlich am ersten Beinheben
bei Rüden, an der ersten Läufigkeit bei Hündinnen. ·
Was
einmal gelernt wurde, kann plötzlich vergessen sein: Wie geht noch mal Sitz? Das Gelernte ist nicht wirklich weg, nur im Hirn beiseite gepackt. Der junge Hund hat darauf gerade keinen Zugriff, aber alles kommt
irgendwann wieder. ·
Junghunde
testen ihre Grenzen aus, zum Beispiel, ob sie den Liegeplatz auf dem Sofa wirklich freigeben
müssen. Bockig können sie werden und
nicht mehr gehorchen. ·
Manche
werden nun sehr sensibel und bekommen Angst vor Dingen, die sie längst
kennen. Für Beardies, die in der Gesamtheit
der Rasse immer ängstlicher geworden sind, kann das fatal sein. ·
Andere
fangen Pöbeleien und Raufereien an, weil ihre Hormone verrücktspielen und die jungen Hunde sich zu
schnell aufregen (hohes Level an Stresshormonen). Von Hund zu Hund kann ein Blick als Auslöser genügen, dass der
Junghund aggressiv wird: kurzes Fixieren,
starres Stehenbleiben („Einfrieren“), Angriff. ·
Beim
übermütigen Spielen mit einem anderen Hund kann der Youngster „übererregt“
werden: Zu viele Stresshormone sagen ihm, dass er
viel zu lange rennen soll (Herz!) – oder dass er gar kämpfen soll. ·
Manchmal
schmeckt das Futter nicht, vor allem in Zeiten der Läufigkeit. Auch für Rüden ist das eine Ausnahmesituation (in jedem Alter):
Dauerstress, Nahrung ist gerade nicht
wichtig. In der Pubertät kann der Hund meistens so lieb sein wie früher, auch
im Umgang mit anderen Hunden; aber man ist nie sicher, bei welchem Auslöser er plötzlich etwas beansprucht,
knurrend die Zähne zeigt und einen Angriff startet. Manche Auslöser bemerken
die Menschen nicht einmal, etwa wenn noch ein anderer Hund da ist und beide
gleichzeitig durch einen Türdurchgang laufen wollen: Der individuell
geforderte Abstand wird dort
unterschritten oder der Türdurchgang wird als ein strategisch wichtiger Punkt
betrachtet: „Mein Gebiet!“ Als „Trigger“ vor dem Knurren/Angriff kann es
schon genügen, dass der andere Hund – oder ein Kind! – vorbeiflitzt. Häufig geht es um die Verteidigung von
Ressourcen: Futter, Leckerlis, Spielzeug, Körbchen. Es kann
vorkommen, dass der junge Hund Plätze in der Wohnung, die ihm wichtig sind,
gegen Zwei- und Vierbeiner verteidigen will oder mit Urin markiert. Auch der
Platz beim Lieblingsmenschen kann eine Ressource sein und verteidigt oder
markiert werden. Und vielleicht zerpflückt der Junghund plötzlich ein
Plüschtier nach dem anderen, weil er seinen Stress irgendwie loswerden muss
oder womöglich aus Frust, weil er oft zurechtgewiesen wird. Dann gibt man ihm
lieber etwas, woran er nagen kann, zum Beispiel ein Stück Rinderkopfhaut
(keine Büffelhautkauknochen, sie gelten als stark chemisch belastet). Auch
ein zusätzlicher Spaziergang ohne Aufregung kann helfen, Stresshormone
abzubauen.
3 Generationen Normalerweise ordnet sich
der Jüngste unter.
Den Hund liebhaben, auch wenn er
immer wieder für Stress und unangenehme Situationen sorgt. Er kann nichts dafür, dass seine
Hormone „spinnen“. Erst einmal: „So ist es eben jetzt“, „Das ist in dem Alter normal“, „Mehr kann
ich im Moment nicht erwarten.“
Nur wer cool reagiert und sich vom
Hund nicht herausfordern lässt, wird als Leitfigur respektiert. ·
Den
Alltag nicht verändern. Geht man zu sehr auf den Hund ein,
hat er seinen Menschen „dressiert“. Ein Beardie kann schlau genug sein
für solche Spielchen. Das wäre ein Zeichen, dass er seine Menschen für
schwach hält. ·
Kein Stress, keine Hektik,
keine lauten Worte, keine Grobheit, keine Gewalt! Ein gestresster Zweibeiner überträgt seine Anspannung, Unruhe oder
gar Wut auf den Hund. Wichtig: In der Hundeschule den Trainer auf
den „Ausnahmezustand“ hinweisen. Bei einem sensiblen Beardie könnte
er mit harten Maßnahmen schnell eine Menge verderben. Einfühlungsvermögen ist jetzt mehr
denn je gefragt, auf eine „gute Hand“ kommt es an. ·
Auf keinen Fall wütend werden.
Keine Strafe, kein Geschrei, keine Schläge! Niemals darf einem
Menschen „die Hand ausrutschen“! Niemals darf man auf
Ratschläge hören wie: „Der braucht tüchtig was vor’n Latz, dann
gehorcht der schon!“, „Lass ihn mit einem Stärkeren kämpfen, damit er merkt, dass er nichts
zu sagen hat!“, „Werde ihn los! Sein Vater war genauso!“ usw.
Den Hund beruhigen und ihn viel
schlafen lassen. ·
Streicheln setzt das Liebes-,
Wohlfühl-, Kuschelhormon Oxytocin frei – bei Mensch und Hund. (Forschung bei Menschen: Über 700 Gene werden dadurch positiv
beeinflusst.) ·
TellingtonTouch „nimmt Angst
und Stress aus den Körperzellen“, sagte Linda Tellington-Jones. Ab und zu 3 Minuten lang. Je flacher die Hand, desto beruhigender, z.
B. mit „Wolkenleopard-Touch“. Man kann das mit einem besonderen sanften Wort verknüpfen, das man
sonst sehr selten oder gar nicht sagt, zum Beispiel „Wolke“ oder „Kuschelwuschel“ So kann dieses leise
gesprochene Wort den Hund später in einen entspannten Ruhezustand bringen. ·
Sanfte
Musik kann helfen, beruhigend und
heilend, gern mit 528 Hertz (Heilfrequenz). Es gibt sogar Musik zum Ausbalancieren der Hormone.
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Aufforderungen hat der Hund
Folge zu leisten, ohne Wenn und Aber und ohne Ausnahme. Heute, morgen, jeden Tag. Bei Herrchen genauso wie bei Frauchen. ·
Niemals Anweisungen geben, die
man nicht durchsetzen kann. ·
Wie in der Welpenzeit: Wer frech werden will, darf die Möbel vorläufig nicht mehr benutzen und muss sich bei
allem zurückhalten. Man kann auch ein bestimmtes Zimmer zum Tabu erklären. Wenn der Hund später wieder besser
gehorcht, kann man die Verbote wieder lockern. ·
Die Hunde-Rangordnung
beachten. Ist ein älterer Hund da, kommt er bei allem zuerst an die Reihe: beim Füttern und bei Leckerlis, beim Anleinen vor dem Spaziergang,
bei der Fellpflege, beim Spielen.
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Wenn der Hund aufdringlich
wird: ihn souverän ignorieren, weggehen, sich wegdrehen oder wortlos
reagieren. Er wird merken, dass ihm das keine Beachtung einbringt. Der Hund soll lernen, auf seine Menschen zu achten. Das erreicht man, wenn man möglichst wenig mit ihm spricht. Handzeichen weisen den Weg. Beim Spaziergang dreht man sich
einfach mal wortlos um und geht in die andere Richtung. ·
Der Hund soll lernen, auf
seine Menschen zu achten. Das erreicht man, wenn man möglichst wenig mit ihm spricht. Handzeichen weisen den Weg. Beim Spaziergang dreht man sich
einfach mal wortlos um und geht in die andere Richtung. ·
Einschreiten, wenn der kleine Gernegroß sich am
Fenster aufregt und jeden vorbeikommenden Hund verbellt: Nachschub an Stresshormonen
vermeiden. Ein eifriger Wächter darf ein-, zweimal bellen, dann muss es aber gut
sein. Auf diese Weise bestraft man ihn nicht für seinen Diensteifer, sondern zeigt ihm, dass man verstanden hat und dass er nicht länger
zuständig ist. Loben, loben, loben und belohnen, wenn er sich zurückhält! Sein
Gehirn will jetzt Belohnungen. Er kann auch lernen, einen Unterschied zu machen: Den Briefträger und ankommende Besucher darf er melden, Passanten und
Hunde nicht. ·
Beim Spaziergang einen anderen
Hund fixieren oder anknurren soll der junge Hund auch nicht, aber das ist heikel: Hunde, denen das warnende Knurren verboten wird, könnten schließlich
ohne Vorwarnung beißen. Statt laut „Schluss!“ zu verlangen und Stress zu erzeugen: lieber vorab den Hund aus der Situation führen (einen Bogen machen) bzw. rechtzeitig ein freundliches „Sei lieb“ oder „Sei schön ruhig. …
Jaaa, so ist’s gut.“ ·
Kein Freilauf. Solange der Hund nicht sicher gehorcht, muss er unter Kontrolle
gebracht werden, mit einer Schleppleine oder einer langen Feldleine (Jagdbedarf). Die Leine verleiht dem Hundehalter Durchsetzungskraft, bewahrt den Hund vor Unfällen (Autos „hüten“, Konflikte mit Joggern und spielenden Kindern usw.) und verhindert, dass er in freier
Natur Kaninchen, Hasen, Rehe jagt. Auch möglich, dass er ständig Sex im Kopf hat und bei Freilauf auf
Partnersuche verschwindet. |
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Hunde in der Pubertät können auf kleinste
Reize sofort heftig reagieren, z. B. auf einen Blick des
Zweithundes zum Spielzeug, zum Futter, zum Menschen. ·
Der Junghund darf den Älteren
nicht fixieren und soll zur Seite sehen. Mit Clickertraining erreicht man das schnell. ·
„Frustrationstoleranz“ üben: wenn der ältere Hund noch an einem Leckerli kaut und der Junghund ihm
das wegnehmen will. ·
Beim Spielen
„Impulskontrolle“: Der junge Hund soll warten, bis er ein bewegtes Spielzeug haben darf
(„Platz – bleib!“), zum Beispiel soll er in aller Ruhe aushalten, dass an einer Reizangel
Beute an ihm vorbeisaust. Das ist eine wichtige Übung, um den Hund später bei Freilauf unter
Kontrolle zu bringen.
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Ruhige Bewegung baut
Stresshormone ab. - Gut ist ein zusätzlicher Spaziergang mit viel Schnüffeln (Nase am
Boden sorgt für Beruhigung). - Kein intensives Rennen oder Apportieren, das lässt die Stresshormone
ansteigen. Bei Menschen wurde mit Hirnscans festgestellt: Joggen/Laufen versetzt
den Körper in den Kampf-oder-Flucht-Modus. Dabei handelt es sich um die schlimmste Form von Stress, sie muss
vermieden werden.
Kein Futterbeutel-Training! Das ist kein lustiges Spiel, auch wenn es so aussieht. Die Vorgabe besteht darin, den Hund unter Zwang zu setzen: „Entweder
du gehorchst oder du musst hungern!“ Zu Recht verursacht solch eine „Erziehung“ einem einfühlsamen
Hundehalter Bauchschmerzen. Manch ein Hund dreht den Spieß um: Er apportiert „bis zum Umfallen“
(Stress!) und verlangt jedes Mal eine Belohnung. Wer hat dabei wen erzogen? ·
Gelernte Anweisungen
wiederholen, das kleine Hunde-ABC: Sitz, Platz, Komm, Bleib, Aus, auch mit Sichtzeichen. Neue Anweisungen üben, zum Beispiel: „Zurück“, damit der Hund aus dem Weg geht, „Guck her“, um seine Aufmerksamkeit zu erhalten, z. B. bevor er einen
zweiten Hund anstarrt und anzugreifen droht, „Hinter mich“, so dass der Hund beim Spaziergang nicht vorausläuft
und Artgenossen anpöbelt, „Seite“, um Fußgängern Platz zu machen, die sich vor dem Hund
fürchten könnten (Kinder, Senioren, Hundehalter). ·
Den Hund geistig auslasten:
Intelligenzspiele, Clickertraining. - Man kann zum Beispiel das Anstupsen der Hand clickern, zunächst mit einem farbigen Post-it-Zettel in der Hand, den der Hund mit der Nase berühren soll, wo immer man ihn hinhält. Der Zettel wird immer kleiner gefaltet, bis der Hund nur noch die
Hand anstupsen kann. So lässt er sich später aus einer Situation führen, bevor es kritisch
wird – Hörzeichen: „Touch!“ - Oder man bringt ihm per Clicker bei, sich auf ein Handtuch zu legen:
„Decke!“ So hat er einen Platz, auf dem er bleiben kann – überall in der
Wohnung, wo es gerade sinnvoll ist. Nicht lange trainieren! Kopfarbeit ist anstrengend. Säuft der eifrige Schüler danach den Wassernapf leer, hat er Stress
gehabt. Stress muss vermieden werden.
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Wieder dreimal täglich
füttern, wie vor der Pubertät. Ein leerer Magen kann reizbar und aggressiv machen, „hangry“
(Kunstwort aus „hungry“ und „angry“). Ein leerer Magen kann auch ängstlich machen. Das trifft besonders auf Beardies zu, die bereits zuvor durch
Ängstlichkeit aufgefallen sind, und das gilt auch für kleine Rassen und deren Mischlinge. Es kann ja auch ein Zweithund einer anderen Rasse sein, der sich zu
viel herausnimmt, etwa ein selbstbewusster Terrier. Kleine Hunde haben einen schnelleren Stoffwechsel, verbrauchen mehr
Kalorien, kühlen schneller aus. Hin und wieder ein Hundekeks oder eine Kaustange zwischen Frühstück
und Abendmahlzeit reichen möglicherweise nicht aus. Auch damit der Blutzucker nicht zu sehr schwankt, sind 3
Tagesportionen jetzt besser, für kleine Hunde dauerhaft. ·
Etwas Hüttenkäse zum Futter
erhöht den Serotoninspiegel („Glückshormon“) und damit die Reizschwelle. Hüttenkäse ist auch wertvoll für ein gesundes Darmmikrobiom, das sich
auf Gefühle und Stimmung auswirkt. ·
Falls das Futter umgestellt
wurde: zurück zum Gewohnten, als alles gut war. Futter kann aggressiv machen – oder Bauchweh verursachen, so dass der
Hund unleidlich wird. Bei einer Umstellung auf Futter für erwachsene Hunde vorsichtig eine
andere hochwertige Marke ausprobieren. ·
Suchspiele machen. Ist der Kopf gesenkt (wie beim Fressen), die Nase am Boden (wie beim
Schnüffeln), ist der Hund im „Parasympathikus-Modus“; dann sind Suchspiele eher
Entspannung als Stress. Ein „Schnüffelteppich“ mit kleinen Futterbrocken, die in Ruhe gesucht
werden können, wäre ideal. Auch mit einer Schleckmatte kann der Hund sich eine Weile entspannt
beschäftigen.
Beansprucht der junge Hund den Liegeplatz oder den Futterplatz von
einem erwachsenen Hund, geht es um die Rangordnung: Der junge Hund zettelt gerade eine
Revolution an. Ob er damit Erfolg hat, hängt davon ab, wie viel man ihm durchgehen
lässt (keine „Wattebausch-Erziehung“) und wie souverän der Ersthund reagiert (konsequent, ruhig, so sanft
wie möglich). Ein Chef, der in sich ruht und weiß, was er will, wird sich nicht
zurechtweisen lassen, nicht einmal im hohen Alter. Ein unterwürfiger erwachsener Kumpel ist vielleicht froh, seine
Führungsrolle aufgeben zu dürfen.
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Spielsachen und Kau-Artikel
außer Reichweite der Hunde legen. ·
Üben, dass der kleinste zu
Boden gefallene Futterbrocken tabu ist. ·
Üben, dass um Liegeplätze
nicht gekämpft wird. ·
Üben, dass der Hund alles
hergeben muss, was er gerade hat: „Aus“ (ohne Zwang, zunächst als
Tauschgeschäft).
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Nur ruhiger Kontakt, kein
aufregendes Spielen. Auch kein gemeinsames Aufpassen am Fenster, das zu Aufregung führt
(Stresshormone!). ·
Bei den Spaziergängen die
Hunde nebeneinander laufen lassen (ggf. mit Sicherheitsabstand), beide mit demselben Ziel, das vor ihnen liegt, und mit Schnuppern an
denselben Stellen. Das stärkt das Wir-Gefühl. ·
Wenn möglich, die Hunde
zusammen im selben Raum füttern, ohne dass der Junghund sich aufregt.
·
Einen Schritt zurückgehen,
wenn der Junghund sich an Engstellen aufzuregen droht und man sich hinter ihm
befindet. Engpässe wie Türdurchgänge können zu Konfliktzonen werden, dort soll
der Junghund dem älteren Hund nicht begegnen. ·
Dem jungen Hund kein
Kontrollverhalten erlauben: ihn möglichst rechtzeitig zurückrufen, um die
Situation zu entschärfen. Wenn das nicht klappt: den älteren Hund, der gut gehorcht,
zurückrufen – und ihn sehr loben, wenn er das gut gemacht hat. Er ist in dieser Zeit der Co-Trainer, der großen Einfluss haben kann,
indem er ein gutes Beispiel abgibt. ·
Falls der Junghund aus Angst
zu Angriffen neigt: üben, dass er sich hinter den Menschen stellt.
die
Hunde trennen, evtl. mit Kinderschutzgitter im Türrahmen. Erhöhte Reizbarkeit kann einen Hund in der Pubertät schnell aggressiv werden lassen. Die Reizschwelle kann nun niedriger
als früher sein, der Hund ist womöglich ständig in
Alarmbereitschaft. Erwartungsangst kann die Ursache
sein, wenn der Abstand zu gering wird: Der Junghund kommt voller Stress in
den Überlebensmodus (Kampf oder Flucht). Je öfter zwei Hunde
aneinandergeraten, desto mehr festigen sich schlimme Erfahrungen im Gehirn. Das muss unbedingt vermieden werden, sonst kann es
immer schlimmer werden („Datenautobahn“ im Gehirn). Trennung ermöglicht die notwendige
Erholung und den Abbau von Stresshormonen über mehrere Tage. Die Hunde müssen gestoppt werden,
ehe es zu Übererregung kommt und ehe gemeinsames Spielen in
Sekundenbruchteilen „kippt“, vom freundlichen Spielschnappen zu Beißen. Achtung: Früher sagte man: „Es gibt keine aggressiven Beardies!“ Die Rasse galt als durchweg sanft
und zurückhaltend, ging Streit aus dem Weg. Diese Zeit ist leider vorbei … Die Tendenz zu Kampf oder Flucht
ist jedem einzelnen Hund angeboren, in Abstufungen. In der Mitte dazwischen finden wir
Angstbeißer. Mit einem Angstbeißer muss man
rechnen, wenn 1 Elterntier als aggressiv bekannt ist. Im Zustand zwischen Flucht und
Aggression kann der Hund sich noch entscheiden, ob er weglaufen oder
angreifen will. Manchmal geht das blitzschnell. Er kann aber auch versuchen, die
Situation durch Herumkaspern oder Übersprungshandlungen zu entschärfen: ein etwas steif wirkendes Spielangebot,
intensives Schnüffeln, Kratzen, Gähnen usw. Solch ein Hund ist nicht
ansprechbar, er hat dann den gleichen Überlebensstress wie in einer
Paniksituation. Im Überlebensmodus spricht man von
den 4 Fs: Flight – Freeze – Fiddle – Fight. Abstufungen
von Angst und Aggression:
Ein ordentlicher Beardie ist weder
scheu noch ein überheblicher Draufgänger. Die Erziehung soll zum Ziel haben, ihn
in einer der beiden „gering“-Spalten einzuordnen. ·
Keiner soll zu Schaden kommen.
Der ältere Hund will nicht gebissen werden und wird den Junghund
maßregeln wollen und abwehrend beißen. Bei Ernstkämpfen muss man einschreiten. Niemals „Das müssen sie unter sich ausmachen“!!! Es kann um Leben und Tod gehen! ·
Wenn einer der Hunde allein in
einem Raum bleiben muss: ihm etwas besonders Schönes zu kauen geben. Aus Wegsperren wird Sicherheitszone. Ein Kinderschutzgitter im Türrahmen ermöglicht
Sichtkontakt. So kann das aussehen (ein Foto von Bearded Collies in dieser Situation liegt uns nicht
vor, deshalb zeigen es zwei andere Hunde):
·
Gegenkonditionierung Den Hunden zeigen, dass es etwas Gutes gibt, wenn sie beide da sind,
ggf. Leckerlis durchs Trenngitter. So kann verlorengegangenes Vertrauen wieder aufgebaut werden. ·
Ohne Training geht es nicht. Der junge Hund soll lernen zu verstehen, was er darf und was nicht.
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Spannungen in der Familie können viele Bemühungen zunichtemachen. Evtl. muss man prüfen, ob es im Haushalt einen „Brandbeschleuniger“
gibt: eine Person, die bei der Erziehung nicht mitmacht oder die sogar den
Stress des Junghundes verstärkt, etwa durch laute Worte, Druck, festes Packen, Strafen. Der ältere Hund soll nicht als Ventil herhalten müssen.
Bachblüte
Nr. 8/Chicory (Zichorie, Wegwarte) ggf.
je nach Tagesverfassung anpassen – nicht mehr als 3 Essenzen auf einmal: 36/Wild Oat und 32/Vine: zu viel Testosteron, hypersexuell (besteigen von Menschenbeinen,
Kissen, anderen Hunden) 33/Walnut: den Übergang zum Erwachsensein erleichtern 15/Holly und 32/Vine: bei wütenden Angriffen mit Dominanzverhalten 15/Holly: Konkurrenz, Eifersucht, derbes Spiel, Aggression 32/Vine: wenn der Hund sich Anweisungen widersetzt, Größenwahn („König der
Möbel“) 3/Beech: bei Territorialkonflikten und wenn ein Hund dem anderen etwas
wegnehmen will 6/Cherry Plum, 18/Impatiens: bei Temperamentsausbrüchen und Ungeduld, für bessere
Frustrationstoleranz und Impulskontrolle 8/Chicory: bei Manipulationsversuchen, z. B.: liegt auf der Lauer und bewacht
von weitem eine präsentierte Ressource, bis Hund Nr. 2 vorbeikommt und einen Grund zum Angriff liefert 26/Rock Rose: sehr wichtig, wenn der Hund häufig zusammenzuckt
und ständig unter Stress steht Panik,
Angstbeißer, Überlebensmodus 2/Aspen, 20/Mimulus: bei hoher Sensibilität („dünnhäutig“), bei Angstphasen, auch bei
plötzlicher Angst vor längst bekannten Dingen 20/Mimulus, 26/Rock Rose: bei Erwartungsangst, wenn Angriff „die beste Verteidigung“ zu sein
scheint: „Kampf oder Flucht“ 28/Scleranthus: Stimmungsschwankungen, z. B. distanziert/anhänglich,
überdreht/lustlos, aggressiv/ängstlich 29/Star of Bethlehem: wenn die bissige Abwehr des Ersthundes ein Trauma verursacht hat und
der Junghund verunsichert ist
für
den Ersthund: 12/Gentian: wenn er enttäuscht und traurig
wirkt, wenn er dem früheren Freund nicht mehr traut und sich skeptisch
umsieht 16/Honeysuckle: wenn er sich nach alten Zeiten
sehnt und Kontakt möchte, wenn er bei Trennung fiept 15/Holly: wenn er sich heftig verteidigt und dunkler, „böser“ bellt als früher
(auch allein als Wächter) 26/Rock Rose: gegen den Dauerstress 33/Walnut: wenn er mit dem Erwachsenwerden
des zweiten Hundes nicht klarkommt Empfehlungen
aus: Am Ende hilft nur Geduld – und viel
Liebe und Verständnis …
… und eines Tages ist er wieder der beste Hund der Welt! Geräuschfestigkeit
üben |
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