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Interessengemeinschaft

COMING HOME

zum Erhalt des echten Bearded Collies

 

 

 

 

 

 

Ein paar Insider-Informationen

damit Welpenkäufer keine böse Überraschung erleben

 

Auf dieser Seite:

Bevor die Fahrt zum Züchter ansteht

Beim Züchter

Appell: Augen auf beim Welpenkauf!

 

Bearded Collie
mit zu viel Fellfülle

 

 

 

Der Kauf eines Hundes will gut überlegt sein.

Es soll eine Adoption auf Lebenszeit werden.

Der niedliche Welpe, der das Herz im Sturm erobert,

möchte als erwachsener Hund nie zur Last werden.

Ein junger Hund legt sein Leben vertrauensvoll in die Hände seiner Besitzer.

Man darf ihn nicht enttäuschen!!!

 

Du bist zeitlebens für das verantwortlich,

was du dir vertraut gemacht hast.

aus „Der kleine Prinz“, Antoine de Saint-Exupéry

 

 

ecke - bevor die Fahrt

stellt sich eine wichtige Frage:

 

 

Möchte ich einen überzüchteten Bearded Collie?

 

(überzüchtet = übertriebene Merkmale, nicht dem Rassestandard entsprechend)

 

 

 

 

Solch ein Hund macht viel Arbeit,

und leidet unter seinem Fell.

 

Viele solcher Hunde sind sehr empfindlich,

scheu, ängstlich oder gar aggressiv,

manche sind lebenslang krank,

einigen mangelt es an Intelligenz.

 

Damit sollte man umgehen können,

wenn man sich zum Kauf entschließt.

 

 

Oder doch lieber einen standardgerechten Beardie vom „alten Typ“?

 

alter Typ BU

 

Mit solch einem Hund hat man mehr Freude,

denn er ist in der Regel

relativ pflegeleicht, wesensstark, vital, klug.

 

Solche Beardies gibt es nur noch selten.

 

 

 

 

Es kommt nicht mehr nur auf das Aussehen an!

 

Auch die wenigen Bearded Collies,

die äußerlich einen relativ guten Eindruck machen,

haben inzwischen oft Gene überzüchteter Hunde im Stammbaum. Auch sie können – wie unsere Erfahrung zeigt –

mit Krankheiten und/oder Wesensmängeln belastet sein.

 

Eine Garantie

 für einen standardgerechten, wesensstarken, vitalen Hund

kann beim Kauf eines Welpen niemand mehr geben.

Bitte lesen Sie dazu unbedingt mehr unter Züchterliste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bei einem überzüchteten Bearded Collie – mit sehr langem, üppigem, seidenweichem oder wolligem Fell – muss man sich vor der Anschaffung darüber klar sein, dass dieses Haar viel Pflege braucht, um immer gut auszusehen, und dass der Hund eine Menge Schmutz mitbringt, wenn er sich artgerecht in der Natur bewegen darf.

Eine Alternative ist ein Kurzhaarschnitt – zum Wohl des Hundes. Wer eines Tages beginnt, hier und da am Hund herumzuschnippeln, weil er vor lauter Filz, Kletten usw. nicht mehr mit der Bürste durchs Fell kommt, hat bald ein ziemlich zerlumpt wirkendes Exemplar, das womöglich nur noch abgeschoren werden kann.

Weil der Beardie unter dem angezüchteten Unsinn

eines überaus langen und/oder üppigen Fells sehr leiden kann

(und der Besitzer unter der mühevollen Pflege ebenso) und

weil ein überzüchteter Beardie erfahrungsgemäß dazu neigt,

überaus ängstlich und

oft auch krankheitsanfällig und

nicht mehr allzu intelligent,

ein eindringlicher Rat:

 

 

Nur bei einem Züchter kaufen,

der sich so gut an den Rassestandard hält,

wie es mit den heutigen Zuchthunden noch irgend möglich ist.

 

Jeder Züchter wird behaupten,

standardgerechte Hunde zu züchten,

denn sonst hätte er ja angeblich keine Ausstellungserfolge.

 

Wo das nicht stimmt, kann jeder Laie erkennen

(massenhaft Fell, Ängstlichkeit, helle Augen …).

Den Rassestandard sollte man kennen,

ehe man sich von einem Züchter etwas Falsches sagen lässt.

 

 

 

Die wirklich guten, verantwortungsbewussten Züchter werden immer seltener, weil der Typ ihrer Hunde – mit natürlicher Schönheit! – seit vielen Jahren bei Ausstellungen nicht gefragt ist. Durch Mischpaarungen (alter Typ x moderner Beardie) findet man immer seltener noch richtig urige Beardies, auch weil es kaum noch standardgerechte Zuchthunde gibt.

Man muss unter Umständen weit fahren und einige Monate auf den Welpen warten, um das Beste zu bekommen, was es noch gibt – immer mit einer gewissen Einschränkung; denn nahezu keine Zuchtlinie ist mittlerweile noch frei von überzüchteten Ahnen im Stammbaum der Welpen.

 

 

Abschreckend

aus einer Mail:

Der Bearded Collie ist schon seit ziemlich langer Zeit mein Wunsch - und Traumhund. Leider hab ich bisher noch keinen Züchter in Österreich gefunden, der auch nur annähernd den Typ Bearded Collie züchtet, wie Sie und auch ich ihn mir vorstelle. Bodenlanges (!) Haar, kläffende, nervöse Hunde, Züchter, die die Namen ihrer Welpen nicht wissen, weil sie sie auch nicht auseinanderhalten können... ich könnte ewig so weiter erzählen von dem recht frustrierendem Weg, einen Hund für mich und meine Familie zu finden. Auch die adulten Beardies, die ich in der Hundeschule oder beim Spaziergang mit meinen Hunden getroffen habe, haben mich eher abgeschreckt. Das ging von geschorenen Hunden, deren Fell unkontrollierbar verfilzt gewesen war, bis zu totalen Nervenbündeln in Gegenwart anderer Hunde...

 

Kein Wunder,

wenn Welpen-Interessenten bei solchen Züchtern keinen Hund kaufen wollen.

 

 

 

 

 

 

Wenn ein Junghund noch mit 5 Monaten

ein so kurzes Fell hat (in der Umhaarungsphase),

kann man sich glücklich schätzen.

 

Wichtige Fragen

Bevor man zum Züchter fährt,

sollte man sich folgende Fragen unbedingt notieren,

um in all dem Trubel mit den herzigen Welpen nicht zu vergessen,

darauf zu achten:

 

Handelt es sich um eine Massenzucht, Billigzucht oder um einen Hundehandel?

Hat der Züchter ständig Welpen?

Hat er mehr als 2 Rassen (Profitzucht)?

Wirkt das Umfeld unsauber?

Werden die Welpen deutlich billiger angeboten als bei anderen Züchtern?

 

Dann dort bitte nicht kaufen!

Wenn schon am Welpen gespart wird bzw. wenn Hunde „am Fließband produziert“ werden, wird es Mängel geben bei der Gesundheitsvorsorge, Aufzucht, Prägung, Fütterung usw.

 

 

Sorge einer Züchterin

aus einer Mail:

Beardiewelpen waren annonciert, aber im "Hundehandel". Dort kriegt man sie natürlich viel preiswerter... Die Hundehändler beklagen sich über den schweren Absatz für diese Beardies. Kein Wunder, denn sie sind nur halb so groß wie unsere und ängstlich bis da hinaus... Sie sehen überhaupt nicht mehr wie Beardies aus.

 

 

Beardie Proportionen

ein Idealbild guter Proportionen und Fell-Länge,

das man vor Augen haben sollte, wenn man zum Züchter fährt

(Hündinnen können etwas länger sein)

 

 

Ist der Körperbau der erwachsenen Hunde in Ordnung?

Der Beardie hat lt. Rassestandard einen wolfsartigen Körperbau,

etwas länger als hoch.

Er soll geschmeidig laufen,

weder trippeln noch schlurfen

noch die Beine beim Laufen weit von sich werfen

noch plump wirken (kurzer Rücken).

Nur wenn ein Bearded Collie ganz locker läuft

und im Trab fast zu schweben scheint – wie ein Wolf – ist das Gangwerk in Ordnung.

Dies ist die beste Voraussetzung für einen optimalen Körperbau

(abgesehen von gesundem Futter).

Ein gutes Gangwerk macht den Hund ausdauernd und leistungsfähig

und beugt falscher Abnutzung vor (Arthrose).

Wenn die erwachsenen Hunde kurzbeinig erscheinen

oder schon in jungen Jahren auf „Plattfüßen“ laufen

oder einen durchhängenden Rücken haben,

sollte man lieber zu einem anderen Züchter fahren.

Leider sagt heutzutage nicht einmal mehr ein Championtitel

etwas darüber aus, ob ein Beardie einen optimalen Körperbau hat.

Prämiert werden allzu oft auch Hunde,

die stark vom Idealbild des Rassestandards abweichen

(zum Beispiel: kurze Nase wie „gegen die Wand gelaufen“, engstehende Augen ohne sanften Blick, Zahnfehlstellungen, steiler Hals, Rückenlänge stimmt nicht, Senkrücken, durchgetretene Pfoten, nicht korrekte Winkelung der Läufe ...).

 

Mit gutem Gangwerk ist dieser Junghund fit.

 

Sind alle Hunde des Züchters wesensfest,

also weder ängstlich noch aggressiv?

Die Züchter bagatellisieren leider oft die Art, wie ein Bearded Collie auf Stress reagiert:

ängstlich

aggressiv

oder gelassen.

Wer als Welpenkäufer in diesem wichtigen Punkt nicht aufpasst,

kann später große Probleme bekommen,

z. B. mit panischem Verhalten des Hundes bei Alltagsgeräuschen,

so dass Erziehung nahezu unmöglich werden kann.

Was das Wesen angeht, ist es erst recht egal,

ob die Hunde des Züchters viele Pokale gewonnen haben;

denn das Wesen wird bei Ausstellungen kaum berücksichtigt.

Die Chance, einen wesensfesten Hund zu bekommen,

ist bei einem Züchter, der standardgerechte Hunde hat,

größer als bei einem Züchter mit überzüchteten Hunden.

In der Modezucht werden nur die „schönsten“ Hunde verpaart,

mit „prachtvollem“ (langem, üppigem) Haar.

Auf das Wesen kommt es solchen Züchtern oft nicht an.

 

Finger weg,

Punkt Kreis rot

wenn die Welpen beim kleinsten Geräusch Reißaus nehmen

Punkt Kreis rot

wenn die Mutter des Wurfs ängstlich wirkt

(geduckte Haltung, zurückgezogene Ohren, eingeklemmter Schwanz)

Punkt Kreis rot

wenn die anderen erwachsenen Hunde Angst haben

Punkt Kreis rot

oder sich aggressiv streiten.

 

0354 Mike Elefant

Schwarz,

wie es früher normal war.

Viele sind heute nur noch grau.

0353 Teddy

Braun,

wie es früher normal war.

Auch ein dunkles Braun ist extrem selten.

 

 

 

Fellfarbe:

Ist der Züchter vertrauenswürdig?

Züchter können ihre Hunde bei Kaffee und Kuchen stundenlang „schönreden“. All das ist bedeutungslos gegenüber dem Erscheinungsbild und dem Wesen der Elterntiere.

Zuweilen werden Welpenkäufer mit fadenscheinigen Argumenten (z. B. helle Hunde seien leichter zu erziehen, seien hübscher oder freundlicher) zu einer bestimmten Fellfarbe überredet, weil gerade noch solch ein Welpe oder ein übriggebliebener Junghund an den Mann gebracht werden soll.

Manchmal werden Nachkommen von sehr hellen Elterntieren oder gar standardwidrig gefleckte Bearded-Collie-Welpen als „etwas Besonderes“ angeboten.

 

Erfahrene Züchter wissen:

Gut pigmentierte Hunde gelten als vitaler als schwach pigmentierte.

 

 

Punkt

 

Hinsehen!

 

 

Sind die Elterntiere schön dunkel?

Haben sie dunkle Augen?

Sind ihre Lefzen und die Ränder um die Augen

lückenlos braun oder schwarz?

 

 

Es ist wohl jetzt nur noch eine Frage der Zeit,

wann noch mehr Welpen aus Verpaarungen Blau x Blau, Blau x Fawn oder Fawn x Fawn (= garantiert helle Farben) geboren werden, „dem Trend entsprechend“, obwohl so etwas früher verpönt war. Verpönt nicht nur, weil die Schwäche der Hunde bereits sehr früh von der Rassebegründerin erkannt wurde, sondern auch, weil man damit den Erbfaktor D eliminiert (D = Nichtverdünnung).

 

 

 

 

Am Rande bemerkt:

Wir haben den Eindruck, dass gewisse Züchter aus einem Problem (seit vielen Jahren wird die Rasse immer heller, oft gibt es Beardies mit viel Weiß, vor allem am Kopf: Taubheit möglich!) eine Tugend machen wollen:

Angeblich gibt es einen Trend zum helleren Hund.

 

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Kann der Züchter

eine liebevolle, instinktsichere Hundemutter in gutem Zustand vorweisen?

Sie soll gern zu den Welpen kommen, geduldig mit ihnen umgehen und nicht ausgezehrt wirken.

Achtung: Hundehändler stellen oft gut aussehende „Mütter“ vor, die keine sind. Deshalb bleibt man am besten beim Züchter, bis die Kleinen einmal von der Hündin gesäugt werden.

 

mama SU

 

 

Legt der Züchter Wert darauf,

dass die Elterntiere so wenig wie möglich miteinander verwandt sind?

Immer noch üblich ist die Linienzucht.

„Linienzucht“ bedeutet,

dass Vater und Mutter der Welpen zum Teil dieselben Ahnen haben.

Linienzucht dient dazu, dass die Hunde einer Zuchtstätte einander ähneln.

Der Züchter möchte, dass sie einen bestimmten Typ darstellen.

Dies führt zu Genverlust und genetischen Defekten

und bedeutet:

Punkt Kreis rot

Die Nachkommen sind weniger vital (Immunsystem!)

Punkt Kreis rot

weniger intelligent

Punkt Kreis rot

weniger leistungsfähig.

Punkt Kreis rot

Möglicherweise erreichen sie ein nicht so hohes Alter wie Hunde,

die aus weniger engen Verpaarungen stammen.

Punkt Kreis rot

Rezessive (verdeckte) Defektgene können sich eher durchsetzen.

(nachzulesen in „Hundezucht 2000“ von H. Wachtel)

Deshalb sollte man nach Möglichkeit bei einem Züchter kaufen,

der fremdes Blut in die Zucht nimmt.

 

Merkhilfe:

Verwandte Menschen sollen aus denselben Gründen keinen Nachwuchs haben.

 

Man kann den Züchter nach dem IK (Inzuchtkoeffizient) fragen.

Die Zahl, die genannt wird, sollte einstellig sein (also unter 10 %),

sonst sind die Elterntiere genetisch so verwandt wie Halbgeschwister (12,5 %).

Kann der Züchter nicht antworten, hat er sich mit der Materie nicht befasst;

der Verwandtschaftsgrad ist ihm dann wohl egal.

 

253

Welpen beim Züchter

 

Ecke - beim züchter

Wenn man auf dem Gelände der Zuchtstätte eintrifft,

entscheidet oft der erste Eindruck.

Hören Sie auf Ihre innere Stimme!

 

Punkt Kreis rot

Sieht es schmutzig aus und stinkt es (Kot, Urin), dann sind Sie nicht an der richtigen Adresse.

Punkt Kreis rot

Auch wenn die Züchterin Ihnen parfümiert, mit weißer Hose und langer Perlenkette entgegenkommt, sollten Sie lieber woanders hinfahren. Wer sich Zeit für die Hunde – und besonders für die Welpen – nimmt, trägt keine pieksaubere Kleidung und keinen empfindlichen Schmuck. Hunde mögen kein Parfüm.

 

 

Augen auf: Zerbissene Fußmatten oder Schuhe oder gar ein angenagter Stuhl

sprechen dafür, dass der Züchter sich nicht genügend um seine Hunde kümmert.

 

 

 

Punkt

 

Hinsehen!

 

 

Ist es wirklich ein liebevoller, ehrlicher Züchter?

Bei manchen Züchtern ist man herzlich willkommen, um die Welpen mehrfach zu besuchen. Das ist gut so.

Einige Züchter rufen die Welpen-Interessenten mehrmals an, bevor das Hundekind abgeholt wird. Man fühlt sich in den besten Händen und glaubt schon, Freunde fürs Leben gefunden zu haben. Im Idealfall ist das so, meist bei kleinen Familienzuchten, in denen es selten Welpen gibt.

Manche Züchter rufen aber auch immer wieder an, weil sie Angst haben, dass die Interessenten vom beabsichtigten Kauf zurücktreten. Sobald der Preis bezahlt ist und wenn erste Probleme auftreten, hat man es oft schwer, den Züchter zu erreichen und Antwort auf Fragen zu bekommen.

 

 

Punkt Kreis gelb

Sehen Sie sich die Elterntiere bzw. wenigstens die Mutter der Welpen genau an. Vom Vater hat der Züchter mit Sicherheit ein Foto, oft gehört der Rüde nicht zur Zuchtstätte. Ähnlich wie die Elterntiere wird der Nachwuchs später aussehen.

Punkt Kreis gelb

Ähnlich wird auch das Wesen der Hundekinder sein. Abstand nehmen sollten Sie unbedingt von Hunden, die nervös, ängstlich oder aggressiv wirken – ganz besonders, wenn Sie Kinder haben.

Punkt Kreis gelb

Wer sich mit den Modezuchtlinien ein wenig auskennt, sollte die Ahnentafeln der Elterntiere studieren. Meist findet man sie auf der Website des Züchters – falls nicht, dann vielleicht in der Datenbank. Man kann nachforschen, wie die Ahnen aussehen bzw. aussahen, die sich hinter den Namen in den Ahnentafeln verbergen.

 

Details über überzüchtete Beardies und über standardgerechte Beardies

in unserem Rasseportrait unter „Modehund“

und sehr ausführlich bei BEARDIEspecial

 

 

 

 

Erst denken, dann kaufen

aus einer Mail, nach einem Besuch beim Züchter:

Die Welpen waren ja allerliebst! Die erwachsenen Hunde haben mich nicht angesprochen. Ich will auch keinen Züchter unterstützen, der seinem Nachwuchs zumutet, solch ein Fell herumzuschleppen. Das soll ich über 10 Jahre bürsten?! Nein danke! Und wenn ich mir dann noch überlege, dass womöglich der Tierarzt gut an dem Hund verdienen würde … Da muss man doch das Hirn einschalten! Die kleinen Welpen haben mir leid getan. Sie ahnen noch nicht, was auf sie zukommen kann.

 

 

1856 Ball Freude

Junghund im Fellwechsel

Das Haar ist noch flauschig.

Bei überzüchteten Bearded Collies wäre das Fell jetzt schon deutlich länger.

Die Fellentwicklung kann in diesem Plüsch-Stadium stehen bleiben,

das Haar kann bis zu 60 cm lang werden (bis auf den Boden).

Mit „nur“ 30 cm Fell beim erwachsenen Hund kann man sich schon glücklich schätzen.

 

Modepüppchen

Es gibt auch Menschen,

die langes Hundehaar gern bürsten und die den Hund „verwöhnen“ wollen.

Je länger das Fell,

je kleiner und niedlicher der Hund,

desto mehr Freude haben manche Menschen.

Sie vergessen dabei, dass sie es beim Beardie mit einem Hütehund zu tun haben,

der sich sein Leben ganz anders vorstellt.

Punkt Kreis grün

Er will hinaus in die Natur

Punkt Kreis grün

will sich bewegen

Punkt Kreis grün

sich schmutzig machen dürfen –

Punkt Kreis rot

nicht ständig auf dem Bürstetisch liegen,

Punkt Kreis rot

nicht mit allen möglichen Pflegesprays eingesprüht werden,

Punkt Kreis rot

und nicht „hübsch“ aussehen, vor allem wenn Gäste kommen.

Ein Schleifchen im langen Stirnhaar ist für einen kernigen Hütehund lächerlich.

 

Wer seine eigenen Bedürfnisse über das Wohl des Hundes stellt,

sollte sich keinen Hund anschaffen!

 

Schönheit liegt im Auge des Betrachters –

und Pokale kann man nicht fressen.

 

Plant man eine Ausstellungskarriere,

wird man mit dem echten Bearded Collie vom alten Typ

zur Zeit keinen Blumentopf gewinnen,

obwohl er die standardgerechte Variante repräsentiert.

 

 

Trockener Kommentar

aus einer Mail:

Da ist mir ein vernünftiger Hund aber lieber als ein Blumentopf!

 

 

Hier sollte man

Punkt Kreis gelb

bedenken, dass sich die Mode wieder ändern kann.

Der Trend geht vor allem bei jenen Welpenkäufern „zurück zu den Wurzeln“, die negative Erfahrungen mit der überzüchteten Variante gemacht haben.

Punkt Kreis gelb

sich fragen, was man will:

*   dass sich der Hund wohlfühlt, problemlos artgerecht herumtollen und leicht gepflegt werden kann oder

*   dass er als Prestigeobjekt gehalten wird und leidet.

Als „Sofaschönheit“ und „Modepüppchen“ ist der Bearded Collie hoffnungslos unterfordert. Er wird seelisch verkümmern. Die wenigsten Hunde haben Freude daran, sich ständig im Ausstellungsring zu präsentieren und häufig ganze Tage im Gedränge von Ausstellungshallen mit schlechter Luft zu verbringen.

*   züchten. Dabei orientiert sich ein verantwortungsbewusster Züchter nicht am Modetrend, sondern daran, dass er dem Welpenkäufer einen wesensstarken, gesunden, möglichst pflegeleichten Hund mitgeben kann. Dies spricht sich herum, bringt neue Welpenkäufer – und ein zufriedener Käufer kauft dort auch gern später einmal einen zweiten Hund.

 

 

Wie man einen guten Züchter findet

Bitte nachlesen unter BEARDIEspecial.

 

 

 

 

Streichle einen Hund

und du hast einen dauerhaften Job gefunden.

Franklin P. Jones

 

 

Doch:

Augen auf beim Welpenkauf!

(von Liesel Baumgart,

Interessengemeinschaft COMING HOME zum Erhalt des echten Bearded Collies – April 2013)

 

Aus der Hundehaltung könnte ein „dauerhafter Job“ werden, der so nicht gewollt war.

In diesem Frühjahr haben wir so viele Anfragen nach Welpen vom alten Beardie-Typ erhalten wie selten zuvor.

 

Wenn die Lust auf einen Welpen aufkommt:

Bitte aufpassen,

dass keine überzüchteten Hunde gekauft werden – egal welcher Rasse.

Überzüchtung bedeutet immer Leid,

für den Hund genauso wie für den Halter, der mit dem Hund leidet

und der die Tierarztrechnungen und/oder den Hundetrainer bezahlen muss.

 

Langsam, aber sicher reagieren die Beardie-Züchter:

Manche erwecken online den Eindruck, Welpen von ursprünglich gebliebenen Elterntieren zu haben; doch sieht man sich die Ahnentafeln der Welpen an, ist es meist höchstens die halbe Wahrheit. Oft reicht ein Blick auf die Zuchttiere selbst, um zu sagen:

 

„Das kann’s doch nicht sein!“

 

Welpen-Interessenten, die sich nicht besonders gut auskennen, fallen leicht auf die Lobeshymnen eines Züchters herein. Das zeigen uns Zuschriften, in denen gefragt wird, ob dieser oder jener Wurf empfehlenswert sei.

Wenn zum Beispiel

-      eine gut aussehende Hündin mit „unmöglichen“ Rüden verpaart wird

oder

-      Zuchttiere als arbeitstauglich angepriesen werden, weil sie ein bisschen Hütearbeit machen dürfen oder bei Agility erfolgreich sind,

dann ist der Nachwuchs gemäß Ahnentafel noch lange nicht so, dass wir von der IG COMING HOME ihn empfehlen würden.

Auch das Züchten mit Nachkommen von Arbeitsbeardies, die den

-       Merle-Faktor

tragen, findet nicht unsere Zustimmung. Merle ist ein oft unterschätztes Defektgen. … mehr

 

Man darf auch nicht alles glauben, was Züchter auf ihre Webseiten schreiben. Über die Krankheiten, die hinter dem einen oder anderen Hund in den Ahnentafeln stecken, erfährt man nichts.

 

Wer nicht gut aufpasst,

könnte „einen dauerhaften Job gefunden“ haben,

der ihm ein Hundeleben lang nicht behagen wird:

*      als „ewige Krankenschwester“

*      als Trainer eines schwer erziehbaren Hundes, der bei jeder Kleinigkeit angstvoll zusammenzuckt,

*      als Pflegeperson, die sich mehrmals in der Woche stundenlang mit üppigem Fell plagen muss,

*      und so weiter …

 

 

 

 

Rüde oder Hündin?